Skip to content
Go to GoCardless homepage
Preise
AnmeldenRegistrieren

Was ist ein SEPA-Abbuchungsauftrag?

Ein Abbuchungsauftrag (auch SEPA-Firmenlastschrift genannt) ist eine automatisierte Zahlungsmethode, die es Unternehmen ermöglicht, untereinander Lastschrifteinzüge zu vereinbaren. Neben dem Einzugsermächtigungsverfahren, ist es eines von zwei Lastschriftverfahren im Rahmen des deutschen bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Abbuchungsaufträge sind lediglich dann anwendbar, wenn keiner der Beteiligten Verbraucher ist.

Abbuchungsaufträge sind fast mit SEPA-Basislastschriften identisch, es gibt jedoch einen Unterschied: Bei einem Abbuchungsauftrag verzichtet der Zahlungspflichtige bei der Firmenlastschrift auf ein Widerspruchsrecht gegenüber seiner Bank. Sollte es Unstimmigkeiten geben, muss er sich direkt mit dem Unternehmen, welches die Lastschrift ausgelöst hat, in Verbindung setzen.

Was sind die Vor- und Nachteile eines SEPA-Abbuchungsauftrages?

Vorteile

  • SEPA-Abbuchungsaufträge sind besonders für Firmenkunden sinnvoll.

  • Dank des pünktlichen Zahlungseinganges werden keine Zahlungs- oder Skontofristen versäumt.

  • Die Zahlungsabwicklung ist schnell, und es ist nicht notwendig, Zahlungstermine zu überwachen.

Nachteile

  • Leider sind keine Rückbuchungen möglich.

  • SEPA-Abbuchungsaufträge sind nicht für den Zahlungsverkehr mit Verbrauchern zulässig.

  • Es ist wichtig stets sicherzugehen, dass das Konto zu den Fälligkeitsterminen ausreichend gedeckt ist.

  • Da für die Teilnahme am Lastschriftverkehr eine Unterschrift benötigt wird, kommt es zu zusätzlichem Schriftverkehr.

Wie kann ich einen Abbuchungsauftrag einrichten?

Im Grunde genommen ist der Ablauf zur Einrichtung eines Abbuchungsauftrages (oder einer SEPA-Firmenlastschrift) identisch mit dem Ablauf der Basislastschrift. Obwohl das SEPA-Mandat zeitlich unbegrenzt ist, muss es neu erteilt werden, wenn zwischen zwei Abbuchungen mehr als 36 Monate liegen.

Der Vorgang zur Einrichtung eines Abbuchungsauftrages ist wie folgt:

  • Beantragung der Gläubigeridentifikation durch den Zahlungsempfänger.

  • Das SEPA-Mandat des Zahlungsempfängers wird vom Zahlungspflichtigen unterschrieben.

  • Die Bank des Zahlungspflichtigen bekommt eine Kopie des SEPA-Mandats.

  • Der Zahlungsempfänger informiert den Zahlungspflichtigen über die anstehende Lastschrift, bevor es zum Einzug kommt.

  • Die Informationen über den Lastschrifteinzug sollten die Identifikationsnummer, die Mandatsnummer, den Betrag und das Datum der Ausführung enthalten.

  • Der Lastschriftauftrag wird an die Bank des Zahlungspflichtigen vom Kreditinstitut des Begünstigten weitergegeben.

  • Die Bank leistet die Zahlung, nachdem der Auftrag eingelöst wurde.

  • Im Falle von Unstimmigkeiten zwischen Schuldner und Gläubiger muss sich der Schuldner direkt mit dem Gläubiger (und nicht mit der Bank) in Verbindung setzen.

Der Abbuchungsauftrag ist eine schriftliche Anweisung, bei welcher der Zahlungspflichtige die Bank dazu ermächtigt, die Lastschriften des Zahlungsempfängers einzulösen. Diese Anweisung wird auch bei der Bank hinterlegt. Der Zahlungsempfänger löst die konkrete Abbuchung aus. Im Anschluss kontrolliert die Bank, ob ein entsprechender Abbuchungsauftrag vorliegt. Sollte dem so sein, löst die Bank diesen dann ein.

Der Schuldner muss seiner Bank anfallende Zahlungen nicht gesondert bestätigen, da er bereits die Genehmigung für Abbuchungen erteilt hat.

Wichtig: Um Abbuchungen rückgängig zu machen, muss der Zahlungspflichtige mit dem Zahlungsempfänger in Kontakt treten. Dieser kann dann eine Rückbuchung veranlassen. Dazu im Anschluss mehr.

Wie kann ich einen Abbuchungsauftrag zurückbuchen?

Wie bereits oben erwähnt, ist eine Rückbuchung, so wie bei einer SEPA-Basislastschrift, bei einem Abbuchungsauftrag nicht möglich. Es sei denn, die Lastschrift war nicht autorisiert: Sollte für die Abbuchung kein Mandat vorliegen, bzw. ungültig oder abgelaufen sein, ist eine Rückbuchung innerhalb von 13 Monaten gestattet. In anderen Fällen muss der Kontakt direkt mit dem Zahlungsempfänger aufgenommen werden, um eine Rückbuchung zu beantragen.

Wie kann ich einen Abbuchungsauftrag kündigen?

Theoretisch muss die Mandatserteilung mündlich erfolgen. Bei Kündigungen jedoch muss diese schriftlich durch ein formelles Kündigungsschreiben erfolgen. Um gültig zu sein, sollte das Schreiben folgende Punkte enthalten.

  • Name und Anschrift des Zahlungsempfängers und des Zahlungspflichtigen

  • Kunden-, Vertrags- oder sonstige Identifikationsnummer

  • Kündigungstext “Hiermit widerrufe ich meine Einzugsermächtigung für IBAN (…) bei der Bank (…) mit sofortiger Wirkung / zum (…) (Datum einsetzen).“

  • Handschriftliche Unterschrift

  • Datum und Ort

Mittlerweile akzeptieren die meisten Unternehmen auch Kündigungen in digitaler Form per E-Mail. Wichtig: Die Kündigung des SEPA-Mandats bedeutet nicht gleichzeitig die Kündigung des damit verbundenen Vertrages. Die Zahlungspflicht des Schuldners besteht nach wie vor, da die vertragliche Verpflichtung davon losgelöst ist.

Wir können helfen

GoCardless hilft Ihnen, Zahlungseinzüge zu automatisieren, sodass Ihr Team weniger Verwaltungsaufwand mit der Einforderung von Rechnungen hat. Lesen Sie hier, wie GoCardless Ihnen bei Ad-hoc-Zahlungen und wiederkehrenden Zahlungen helfen kann.