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Was ist das elektronische Lastschriftverfahren?

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Zuletzt bearbeitetDez. 2021Lesezeit 2 min.

Mit dem elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) sind Sie mit Sicherheit vertraut. Hierbei handelt es sich um eine Transaktion, die bargeldlos per Debitkarte bezahlt wird. Wie der Name es vermuten lässt, veranlasst der Kunde eine Lastschrift. Der zu zahlende Betrag wird dann von dem Konto abgebucht, das mit der Bankkarte verknüpft ist. Lesen Sie in diesem Artikel, wie das elektronische Lastschriftverfahren im Detail funktioniert und welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt.

Wie funktioniert eine ELV-Lastschrift?

Das lässt sich am besten anhand eines praktischen Beispiels erklären. Nehmen wir dafür den Einkauf im Supermarkt. Für die Bezahlung per ELV-Lastschrift benötigt der Kunde seine Debitkarte (EC- oder Girokarte), die über einen Magnetstreifen verfügt. Diese steckt er in das Kartenlesegerät, wodurch automatisch eine Lastschrift veranlasst wird. Ist die Debitkarte in einer App, wie beispielsweise Google Pay oder Apple Pay hinterlegt, kann auch das Smartphone an das Kartenlesegerät gehalten werden. Mit seiner Unterschrift auf dem ausgedruckten Beleg bestätigt der Kunde die Lastschrift.

Sowohl per Einstecken als auch per Smartphone liest das Kartenterminal die benötigten Daten, wie beispielsweise IBAN und BIC, und überträgt diese. Außerdem werden das Kaufdatum und der Betrag vermerkt. Nachdem der Kunde seine schriftliche Bestätigung per Unterschrift gegeben hat, erhält er einen Beleg. Eine Kopie des unterschriebenen Belegs bleibt beim Händler.

Was ist eine SEPA-ELV-Lastschrift?

Vielleicht haben Sie im Zusammenhang mit diesem Verfahren auch schon einmal die Abkürzung SEPA gesehen. Dieses bezieht sich auf den SEPA-Raum, in dem über 30 Länder in der Europäischen Union bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum Mitglied sind. Durch die Einführung des SEPA-Lastschriftverfahrens ist die Bezahlung innerhalb dieses Raumes wesentlich einfacher geworden.

Da die Bezahlung per Debitkarte meist nur im SEPA-Raum akzeptiert wird, ist also im Grunde genommen jede ELV-Lastschrift eine SEPA-ELV-Lastschrift. Ein wichtiger Unterschied zu anderen Lastschriftverfahren ist außerdem, dass es sich bei einer ELV ausschließlich um eine Einzugsermächtigung handelt, während sonst zwischen Einzugsermächtigung und Abbuchungsauftrag unterschieden wird.

Elektronisches Lastschriftverfahren: Vorteile und Nachteile

Der Vorteil des ELV liegt vor allem in seiner Geschwindigkeit. Die Transaktion ist in Sekundenschnelle abgewickelt, es braucht noch nicht mal die Eingabe der PIN. Allerdings wird bei der Offline-Bezahlung per ELV-Lastschrift auch nicht überprüft, ob das Bankkonto entsprechend gedeckt ist. Das ist vor allem für den Händler ein Risiko, der so gegebenenfalls einen Zahlungsausfall einbüßen muss. Denn seit der Einführung der SEPA-ELV-Lastschrift ist das erteilte Lastschriftmandat immer nur für eine Transaktion gültig. Auf den Händler käme dann die Ermittlung der Kundenadresse bzw. die Beauftragung eines Inkasso-Unternehmens zu.

Zudem kann der Kunde die Lastschrift mit seinem Widerrufsrecht innerhalb von acht Wochen zurückbuchen lassen. Dies kann er jedoch nur rechtmäßig tun, wenn beim Einzug des Betrags etwas schief gegangen ist. Liegt ein gültiges Lastschriftmandat vor und die Transaktion ist formalrechtlich abgelaufen, kann der Händler sogar Schadensersatzforderungen stellen.

Möchte ein Händler dieses Risiko nicht eingehen, so kann er stattdessen die Electronic-Cash-Zahlung anbieten. Hierbei handelt es sich um eine Zahlung per Debit- oder Kreditkarte, bei der der Kunde seine PIN eingibt. Dieses Verfahren dauert etwas länger, überprüft aber die Liquidität des entsprechenden Kontos. So kann die Transaktion bei nicht-ausreichender Deckung direkt abgebrochen werden.

Das elektronische Lastschriftverfahren ist im stationären Handel in Deutschland und im SEPA-Raum weit verbreitet und akzeptiert. In der Regel verläuft die Bezahlung reibungslos und schnell. Zudem ist sie sowohl auf Händler- als auch auf Käuferseite mit wenig Aufwand und geringen Kosten verbunden, was die Beliebtheit nur noch steigert.

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