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Lastschrift Inkasso - was ist das?

Von Lastschrift-Inkasso bis Mandat: so funktioniert ein Lastschrifteinzug

Inkassovereinbarung, SEPA, Lastschrift, Gläubiger-Identifikationsnummer, Mandatsreferenz – das alles haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Während Ihnen einige Begriffe vielleicht geläufig sind, können andere für Verwirrung sorgen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen erklären, was “Inkasso” bedeutet, warum eine Inkassovereinbarung sowohl für Händler als auch Kunden wichtig ist und welche Rolle sie bei einem Lastschrifteinzug spielt. Lesen Sie weiter, um alles über Lastschrift-Inkasso zu erfahren.

Was ist eine Lastschrift Inkassovereinbarung?

Eine Lastschrift ist eine Anweisung eines Kunden an seinen Zahlungsdienstleister, die eine Organisation ermächtigt, unterschiedliche Beträge von seinem Konto einzuziehen, sofern der Kunde im Voraus über die Einzugsbeträge und - termine informiert worden ist. Lastschriften sind für fast alle Zahlungen anwendbar und eines der beliebtesten Online-Zahlungsmethoden in Deutschland. Eine Inkassovereinbarung oder ein Inkassovertrag (kurz oft auch “Inkasso”) ist ein Vertrag, der die Grundlage für die Einreichung von SEPA-Lastschriften bildet. 

Eine Lastschrift-Inkassovereinbarung regelt demnach die Rechte und Pflichten der beiden beteiligten Vertragspartner: dem Gläubiger und dem Zahlungsempfänger.

Was ist eine SEPA-Inkassovereinbarung?

Die SEPA-Lastschrift ist eigentlich ein automatisches Zahlungsmittel, das für die Begleichung von einmaligen oder wiederkehrenden Rechnungen verwendet wird. Es kann zum Beispiel praktiziert werden, wenn ein Kunde um einen durchschnittlichen Zahlungsplan bittet: Es ist viel sicherer für den Gläubiger, eine SEPA-Lastschrift zu verlangen, um sicher zu sein, die gesamte Schuld einzutreiben.

Die SEPA-Lastschrift ist nur möglich, wenn der Kunde seinen Gläubiger dazu ermächtigt. Der Vorteil ist, dass es von Bank zu Bank funktioniert, und es gibt keine Betragsbegrenzung: Sie können die SEPA-Lastschrift für eine Rechnung von 10 Euro genauso nutzen wie für eine Rechnung von mehreren tausend Euro. Um eine SEPA-Lastschrift einreichen zu können, ist eine SEPA-Inkassovereinbarung notwendig.

Welche Rolle spielt die Inkassovereinbarung beim Lastschrifteinzug? So funktioniert’s:

  • Um einen (SEPA-)Lastschrifteinzug einzureichen, ist zunächst eine Lastschrift-Inkassovereinbarung notwendig. Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich hierbei um einen Vertrag zwischen dem Einreicher und der Bank des Einreichers. Bevor Sie als Kunde zum Einreichen von Lastschriften freigeschaltet werden, wird Ihre Bank die Risiken von möglichen Rücklastschriften abwägen.

  • Um die Transaktion abwickeln zu können, ist anschließend eine Gläubiger-Identifikationsnummer notwendig. Diese wird durch den Lastschrifteinreicher beantragt und ist von Land zu Land unterschiedlich.

  • Danach muss der Einreicher eine individuell frei gestaltete Mandatsreferenz vergeben. Diese muss bei der Einreichung der Lastschrift gemeinsam mit der Gläubiger-Identifikationsnummer und dem Datum der Unterschrift des Mandats angegeben werden. Dank der Mandatsreferenz kann die Lastschrift individuell zugeordnet werden. Daher ist es wichtig eine Nummer zu wählen, die zuvor noch nicht verwendet wurde.

  • Verfügt die Lastschrift über kein gültiges Mandat, ist es eine unautorisierte Lastschrift und kann daher vom Zahler innerhalb von 13 Monaten nach Kontobelastung zurückgegeben werden.

  • Anschließend muss die Art der Lastschrift bestimmt werden. Entweder kann es sich um eine Basislastschrift oder eine Firmenlastschrift handelt. Letzteres bezieht sich auf Lastschriften von Firma auf Firma, während Ersteres sich auf die Lastschriften zwischen Privatkunden und Firmen bezieht.

  • Zu guter Letzt wird das Mandat dem Bezogenen zugesendet. Das bedeutet, dass die Erlaubnis zum Einzug vom Bezogenen an den Begünstigten erteilt wird – dies wird auch als “Mandat” bezeichnet. 

Wie sieht eine Lastschrift-Inkassovereinbarung aus?

Nun wissen Sie, wie eine Lastschrift-Inkassovereinbarung aussieht und welche Rolle sie beim Lastschrifteinzug spielt. Doch was beinhaltet eine SEPA-Inkassovereinbarung? Durch die Inkassovereinbarung wird im Grunde genommen der Leistungsumfang der Bank des Gläubigers festgelegt. Insbesondere bezieht sich dies auf:

  • Die Festlegung der SEPA-Formate, welche der Gläubiger nutzen kann, um die Lastschrift einzureichen.

  • Die Festlegung, inwiefern eine Stornierung vor der Verrechnung möglich ist.

  • Auf welche Art und Weise SEPA-Rückweisungen avisiert werden, und ob dies überhaupt möglich ist.

  • Die Festlegung der Einreichungszeiten der SEPA-Lastschrift.

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