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Was ist eine Forderung?

Den Begriff „Forderung“ hat sicher jeder schon gesehen. Tatsächlich ist eine Forderung gesetzlich definiert und setzt bestimmte Bedingungen voraus. Zudem gibt es unterschiedliche Arten von Forderungen, die mit verschiedenen Konditionen behaftet sein können. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn eine Forderung gestundet wird? Und was ist eine titulierte Forderung? Das und mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

Was bedeutet „Forderung“?

Normalerweise findet man das Wort Forderung im Zusammenhang mit einem Schuldnerverhältnis. Ausschlaggebend ist, dass eine Leistung erbracht wurde, die Gegenleistung aber noch fehlt. Diese wird dann mittels einer Forderung verlangt. Grundsätzlich handelt es sich bei Forderungen in den meisten Fällen um finanzielle Gegenleistungen, die erbracht werden müssen.

Hat ein Kunde beispielsweise Waren auf Rechnung gekauft und der Händler erbringt mit der Warenlieferung seine Leistung, so hat er dem Kunden gegenüber eine Forderung für dessen Gegenleistung – nämlich die Zahlung des offenen Betrags. Rechtlich ist der Händler nun der Gläubiger, der Kunde ist der Schuldner. Dies nennt sich auch vertragliche Forderung, denn sie ergibt sich aus dem entstandenen Kaufvertrag zwischen dem Kunden und dem Händler.

Zudem gibt es gesetzliche Forderungen. Das sind zum Beispiel Ansprüche auf Schadensersatz. Werden Forderungen nicht im erforderlichen Zeitrahmen beglichen, so kann der Gläubiger eine Mahnung schreiben und gegebenenfalls ein Mahnverfahren einleiten.

Was bedeutet Stundung der Forderung?

Eine Forderung ist immer an ein Fälligkeitsdatum gebunden. Wenn Schuldner und Gläubiger sich darauf einigen, dieses zu verschieben, handelt es sich um eine Stundung. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Schuldner die Forderung nicht fristgerecht begleichen kann. Die Stundung muss vertraglich festgehalten werden und soll verhindern, dass der Schuldner in Verzug gerät. Mit der Stundung verzögert sich auch die Verjährungsfrist der Forderung.

Es gibt mehrere Arten von Stundungen, auf die sich Gläubiger und Schuldner einigen können. Sie kann zum Beispiel befristet oder unbefristet sein. Zudem gibt es die stillschweigende Stundung, bei der der Gläubiger auf Mahnungen und die daraus resultierenden Verfahren verzichtet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Gläubiger die Stundung widerrufen.

Was ist eine titulierte Forderung?

Im Gegensatz zur Stundung ist eine titulierte Forderung keine Einigung der beiden Parteien. Vielmehr berechtigt sie den Gläubiger dazu, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen den Schuldner einzuleiten. Ist der Schuldner der Forderung auch nach wiederholter Aufforderung nicht nachgekommen, so kann der Gläubiger einen Zwangsvollstreckungstitel einholen. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Urkunde, die von einem Gericht oder einem Notar ausgestellt wird. Neben den persönlichen Angaben der beiden Parteien sind darin der Inhalt, die Art und der Umfang des Anspruchs enthalten.

Als Schuldner ist nach Erhalt des Titels schnelles Handeln geboten. Am besten setzt er sich gleich mit dem Gläubiger in Verbindung. Als erstes Ziel sollte eine außergerichtliche Einigung und/oder Ratenzahlung verhandelt werden. Können die beiden Parteien sich nicht einigen, kann der Schuldner Privatinsolvenz beantragen.

Forderungen in der Bilanz-Buchhaltung

Erstellt ein Unternehmen am Endes eines Geschäftsjahres seine Bilanz, so werden dort auch Forderungen aufgeführt. Unter dem Posten „Umlaufvermögen“ stehen sie als „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“. Dabei werden sie in vier Bestandteile gegliedert:

  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Dabei handelt es sich um Forderungen gegenüber Kunden, die aus Lieferungen, wie z.B. im Onlinehandel, oder aus Dienstleistungen, z.B. im Sicherheitsdienst entstanden sind.

  • Forderungen gegen verbundene Unternehmen: Diese entstehen aus der Geschäftsbeziehung von Mutter- und Tochterunternehmen.

  • Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es sich um eine GmbH handelt.

  • Sonstige Vermögensgegenstände: Hierunter fallen alle Posten, die nicht in die obigen drei Kategorien eingeordnet werden können. Das sind zum Beispiel Forderungen gegenüber dem Finanzamt oder Gehaltsvorschüsse für Mitarbeiter.

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