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Das tun Banken zur Betrugsprävention online

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Zuletzt bearbeitetSept. 2021Lesezeit 2 min.

Der enorme Anstieg von Bezahlungen im Internet, sei es per Online-Banking oder Handy, wirkt sich auch auf die Anzahl der Betrugsfälle aus. Das ist nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für die Hausbank ärgerlich. Denn auch für sie bedeutet Betrug beim Online-Banking einen großen Zahlungsausfall. Mit Hilfe des sogenannten Fraud Managements versuchen sie sich daher vor etwaigem Missbrauch zu schützen. Lesen Sie in diesem Artikel mehr darüber.

Was sind die häufigsten Betrugsfälle bei Banken?

Besonders oft sieht sich eine Bank mit Betrugsfällen dieser Art konfrontiert:

  • Bonitätsbetrug, bei dem Gehaltsabrechnungen manipuliert oder falsche Kontoauszüge eingereicht werden, um die Bonitätsprüfung zu bestehen.

  • Phishing-E-Mails, bei denen mit Trojanern versehene Links oder Anhänge geschickt werden.

  • Briefkastenfirmen, die sich unter falschen Angaben Finanzhilfen und Darlehen erschleichen wollen.

  • Identitätsbetrug, bei dem Betrüger falsche oder gestohlene Ausweisdokumente zur Eröffnung von Bankkonten einreichen.

Welche Folgen haben Betrugsfälle für Banken?

Durch die oft anonymisierten Abläufe beim Online-Banking – angefangen bei der Kontoeröffnung bis hin zur Tätigung von Überweisungen – fällt es immer schwerer, unübliche Vorgänge und Transaktionen zu entdecken. Wird ein Kunde Opfer eines Betrugsfalls im Internet, so entstehen nicht nur für ihn, sondern auch für die Bank erhebliche Nachteile. Passieren Zahlungsausfälle bei Krediten oder liegt ein Identitätsdiebstahl vor, so bedeutet dies erhebliche Zahlungseinbuße. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern gefährdet auch die Liquidität. Nicht zuletzt zerstört es außerdem das Vertrauen der Kunden in ihre Hausbank.

Online-Banking-Betrug: Wer haftet?

Ist es zu einem Betrugsfall gekommen, stellt sich die Frage, wer für den Vorfall haftet. Dazu kommt es zunächst auf die Art des Betrugs an.

Wurde beispielsweise Ihr Bankkonto gehackt und ist Ihnen dadurch ein Verlust entstanden, so können Sie Ihre Bank nach § 675u BGB auf Schadensersatz verklagen. Dafür müssen Sie als Kunde allerdings beweisen, dass es tatsächlich Betrüger waren, die die Transaktion veranlasst haben.

Entscheidend bei der Haftungsfrage ist auch § 675v BGB. Hat man als Kunde den Schaden durch betrügerische Absicht ermöglicht oder nicht sorgfältig genug gehandelt, haftet man selbst für den Schaden. Doch was bedeutet die Verletzung der Sorgfaltspflicht?

In einem Urteil vom 29. November 2010 entschied das Kammergericht, dass der Bankkunde nicht für folgende Umstände haftbar gemacht werden kann:

  • Überweisungen, die auf einer gefälschten Internetseite der Bank getätigt wurden.

  • Die Tatsache, dass Betrüger geheime Daten auf dem Computer des Bankkunden ausgespäht haben.

Des Weiteren legte das Amtsgericht Berlin-Mitte am 20.04.2016 fest, dass die Eingabe von PIN und TAN nicht automatisch die einwandfreie Funktion des Autorisierungsverfahrens belegt.

Fraud Management: Schritte zur Betrugsprävention

Um Betrug beim Online-Banking zu verhindern, können Banken einige Maßnahmen vornehmen.

Da ist zunächst die Sammlung von Daten. Je besser eine Bank ihre Kunden kennt, desto eher können ungewöhnliche Aktivitäten aufgedeckt werden. Auch die Stärkung der internen Zusammenarbeit ist wichtig. Die Bereiche Risiko-Controlling, IT und Compliance sollten Hand in Hand arbeiten und regelmäßig weitergebildet werden, um auf dem aktuellsten Stand in Bezug auf Fraud Management zu bleiben.

Der Einsatz von Technologie und Software wirkt sich ebenfalls positiv auf die Betrugsprävention aus. So kann beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) verwendet werden, die bei der Aufdeckung merkwürdiger Transaktionen hilft. Oft kann dies nämlich viel schneller per KI passieren als manuell, wie beispielsweise bei Echtzeitüberweisungen. Einige Banken nutzen dafür zum Beispiel einen SMS-Service oder senden eine Push-Benachrichtigung, bei der der Kunde kurz bestätigen muss, dass die Bezahlung tatsächlich von ihm getätigt wurde.

Weder Sie noch Ihre Hausbank möchten, dass Betrüger Zugriff auf Ihr Konto bekommen. Daher ist die Betrugsprävention ein wichtiger Teil jedes Fraud Managements. Sollten Sie doch mal eine ungewöhnliche Aktivität bei Ihren Kontobewegungen entdecken, setzen Sie sich schnellstmöglich mit Ihrer Bank in Verbindung.

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