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Bargeldlos zahlen: Preise im Zahlungsverkehr

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Zuletzt bearbeitetApr. 2022Lesezeit 2 min.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist auf dem Vormarsch. Egal ob online über Drittanbieter oder im Geschäft per Apple Pay auf dem Handy: In weiten Teilen der Welt werden selbst bei kleinsten Beträgen keine Scheine und Münzen mehr gezückt. Für Händler bedeuten diese Transaktionen meist die Erhebung einer Gebühr. Doch obwohl es für Verbraucher eigentlich keine Gebühren geben sollte, tappen viele in eine Falle. Wie sind die Preise im Zahlungsverkehr, wenn kein Bargeld im Spiel ist? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Bargeldloser Zahlungsverkehr auf dem Vormarsch

Vor allem seit der Corona-Pandemie ist die Beliebtheit der bargeldlosen Zahlung gestiegen. Besonders in Deutschland ist ein deutlicher Wandel zu sehen: Zogen 2018 noch 60 Prozent die Bezahlung in Papierform vor, war die Bundesrepublik 2020 das EU-Land mit dem höchsten Umsatz im bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Zwar spielte auch die Notwendigkeit eine Rolle, doch die Vorteile der bargeldlosen Zahlung zogen viele Leute auf ihre Seite. Effizienz, Bequemlichkeit und Zeitersparnis sind Faktoren, die Kartenzahlung und Online-Banking auf der Beliebtheitsskala steigen lassen.

Bargeldlos bezahlen: Gebührenfrei?

Wer in der Eurozone mit Kreditkarte zahlt, hat nicht mit Gebühren zu rechnen. Zumindest als Verbraucher. Händlern wird eine prozentuale Transaktionsgebühr berechnet – und das sowohl bei Kredit- als auch bei EC-Kartenzahlung.

Greifen Kunden jedoch lieber zur Girocard, könnten ihnen bei jedem Bezahlvorgang kleine Beträge berechnet werden. Diese orientieren sich an der zu zahlenden Summe. Auf den ersten Blick erscheinen sie trivial – mal zwei Cent hier, mal 30 Cent dort –, doch mit der Zeit läppern sie sich. So kommen gern mal 30 Euro im Monat zusammen, die sich aufs Jahr gerechnet auf ganze 360 Euro steigern.

Bankenexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erläutert die versteckten Gebühren so:

„Wenn die Banken in Zeiten von Corona allgemein dazu aufrufen, vermehrt bargeldlos zu zahlen, um sich und andere zu schützen, dann ist der Aufruf natürlich nicht so uneigennützig, wie er daherkommt. Die Banken erhalten Geld für jede Kartenzahlung, und zwar vom Verbraucher ebenso wie vom Händler, während sie an Barzahlungen nichts verdienen.“

Gebühren und Preise im Zahlungsverkehr einsehen

Nicht alle Banken berechnen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr Gebühren. Ob sie anfallen und wie hoch sie sind, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. In einer Studie von Februar 2021 fand das Verbraucherportal biallo.de jedoch heraus, dass über 460 deutsche Banken und Sparkassen für bargeldloses Bezahlen Gebühren erhoben – Tendenz steigend.

Seit 2015 sind Banken und Sparkassen verpflichtet, Gebühren und Preise öffentlich einsehbar zu machen. Dazu zählen beispielsweise Kontoführungsgebühren, Wechselkurs-Gebühren und Gebühren, die beim bargeldlosen Bezahlen anfallen.

Oft sind diese Informationen für Kunden jedoch nicht so leicht zu finden. Während einige Banken sie zum Download als PDF-Datei anbieten und dafür Überschriften wie „Pflichtinformationen“ oder „Entgeltinformationen gemäß Zahlungskontengesetz (ZKG)“ wählen, nennen sie andere Unternehmen „Buchungsgebühren“. Hier ist es am Verbraucher, die Gebühren des Vorjahres mit den aktuellen zu vergleichen, um einen eventuellen Anstieg ausfindig zu machen.

Dazu kommen die „beleglosen Buchungen“. Wer diese auf seinem Konto entdeckt, kann davon ausgehen, dass für sämtliche Buchungsvorgänge Gebühren erhoben werden, egal ob Geld eingezahlt oder ausgegeben wird.

Warum gibt es Kosten im bargeldlosen Zahlungsverkehr?

Banken und Finanzdienstleister standen nach der Aufdeckung in scharfer Kritik. In einem Online-Artikel begründete die Sparkasse die Erhebung von Gebühren damit, dass die interne Kostendeckung aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr so einfach sei. Um die Dienstleistungen aufrecht zu erhalten und weiterhin höchste Sicherheitsstandards zu garantieren, müsse das Unternehmen einige Kosten auf den Kunden umlegen.

Die Umstellung auf den bargeldlosen Zahlungsverkehr entlastete den Einzelhandel. Doch durch Gebühren, die auf Händler- und Verbraucherseite erhoben werden, bekommen Kartenzahlungen und Online-Banking einen sauren Beigeschmack. Dennoch werden bargeldlose Bezahlungen gerade im Zuge der Digitalisierung weiterhin auf dem Vormarsch bleiben.

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