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Sechs Gründe, warum Sie Open Banking nicht ignorieren sollten

Open Banking wird im Finanzsektor immer beliebter. Gleichzeitig werden Verbraucher immer sensibler, je mehr neue Produkte auf den Markt kommen. Untersuchungen von GoCardless* haben ergeben, dass 91 % der britischen Unternehmen schon einmal von Open Banking gehört haben oder damit in Berührung gekommen sind. In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen alles, was Sie über Open Banking für Ihr Unternehmen wissen müssen. 

Was ist Open Banking? 

Um den Wettbewerb und die Entwicklung neuer Finanzprodukte und -dienstleistungen zu fördern, führte die britische Regierung den Open Banking Standard ein, und die EU setzte 2018 die PSD2 (Payment Services Directive 2) in Kraft. Diese regulierungsbedingten Änderungen verlangten von den Banken, ihre Daten offenzulegen, und bildeten den breiteren Begriff "Open Banking", den wir heute verwenden.

Mithilfe von Application Programming Interfaces (APIs) teilen Banken Daten sicher mit Drittanbietern (TPPs) – wie GoCardless. Dies bietet TPPs die Möglichkeit, die Daten zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu nutzen, die unser Finanzmanagement verändern werden.

Die beiden wichtigsten Mechanismen des Open Banking:

  • Payment Initiation Service Providers (PISPs) sind Dritte, die neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf der Ermöglichung sofortiger Bank-zu-Bank-Zahlungen basieren. 

  • Account Information Service Providers (AISPs) verbinden Kontoinformationen von verschiedenen Bankkonten und Informationen des Zahlers mit TPPs.

Wie wirken sich Open Banking Services auf Ihr Unternehmen aus und wie können Sie davon profitieren?

Sechs Vorteile von Open Banking im Zahlungsverkehr

Open Banking hat ein enormes Potenzial, den Zahlungsverkehr für Großunternehmen auf sechs wichtige Arten zu beeinflussen.

1. Eine bessere Zahlungserfahrungen für Kunden

Der Einsatz von Bank-zu-Bank-Zahlungen auf der Grundlage von Open Banking könnte den Zahlungsprozess für die Kunden reibungsloser gestalten als die derzeitigen Zahlungsmethoden wie Kredit- und Debitkarten. In dem Maße, wie sich die Zahlungserfahrungen verbessern, werden auch die Akzeptanz und die Erwartungen der Kunden an solche Alternativen steigen. 

Bessere Zahlungserfahrungen werden sich auszahlen. Laut einer Studie des Baymard-Instituts brechen 21 % der Kunden ihren Online-Einkauf an der Kasse ab, weil der Bezahlvorgang zu lang oder kompliziert ist. Die Schaffung eines reibungslosen Checkout-Prozesses mit Open Banking könnte dazu beitragen, die Abbruchrate zu senken und die Konversion zu steigern.

2. Schneller bezahlt werden

Investitionen in Lösungen, die auf Open Banking basieren, könnten den Cashflow von Unternehmen verbessern. PISPs können bestehende Zahlungsdienste intelligenter und schneller machen. Die Zeit, die Unternehmen brauchen, um Zahlungen zu erhalten, wird verkürzt.

Nach Angaben von Forrester betragen die durchschnittlichen Days Sales Outstanding (DSO) bei den meisten Unternehmen 20 Tage oder mehr. Daraus ergibt sich eine große Chance für Unternehmen, ihre Effizienz zu steigern und Zahlungen schneller zu erhalten. Ein schnellerer Zahlungseingang wirkt sich positiv auf den Cashflow, den Umsatz und das Unternehmenswachstum aus. Die Möglichkeit, mit Bank-zu-Bank-Zahlungen schneller bezahlt zu werden, hat für Ihr Unternehmen hohe Priorität.

Wie können Bank-zu-Bank-Zahlungen auf der Grundlage von Open Banking schneller als Kartenzahlungen abgewickelt werden?

  1. Bank-zu-Bank-Zahlungen sind vollständig integriert und verwenden einen digitalen Pull-Mechanismus, bei dem das Unternehmen die Zahlung anfordert. Im Gegensatz zu manuellen Bankzahlungen oder Kredit-/Debitkartenzahlungen, bei denen der Kunde die Zahlung an das Unternehmen veranlassen muss (Push-Verfahren). 

  2. Bank-zu-Bank-Zahlungen weisen, im Vergleich zu Kredit-/Debitkartenzahlungen, in der Regel geringere Ausfallraten auf. Die Unternehmen verbringen also weniger Zeit mit der Verfolgung fehlgeschlagener Zahlungen.

3. Einsparung von Zahlungskosten

Unternehmen können mit Open Banking beträchtliche Einsparungen erzielen, da diese neuen Zahlungsmethoden das Potenzial haben, mit Kartenzahlungen zu konkurrieren. 

Bank-zu-Bank-Zahlungen sind schneller, flexibler und vermeiden teure Transaktionsgebühren, die bei Kreditkarten anfallen. Unterdessen ist die durchschnittliche Ausfallrate von Kreditkarten für B2B- (9 %) und B2C (14 %) Unternehmen sowohl ein erheblicher Kostenfaktor, als auch ein Problem. Dieses liegt nicht nur im unmittelbaren Umsatzverlust, sondern auch in den Kosten für das erneute Einziehen von fehlgeschlagenen Zahlungen und daraus resultierendem Churn. 

Mit Open Banking können Unternehmen Kosteneinsparungen beim Zahlungseinzug erzielen und den Zahlungsverkehr effizienter gestalten.

4. Betrugsprävention und Sicherheit

Open Banking kann den Schutz vor Zahlungsbetrug verbessern. Kreditkarten sind eine weit verbreitete Zahlungsmethode. Sie stehen jedoch häufig im Mittelpunkt von Datenschutzverletzungen und stellen ein erhebliches Risiko für Unternehmen dar. GoCardless Market Research* fand folgendes heraus:

  • 44 % der britischen Handelsunternehmen geben an, dass Zahlungsbetrug zu ihren größten Problemen gehört

  • 1 von 3 Unternehmen erkennt eine betrügerische Zahlung erst nach 2-3 Tagen

  • 1-2 % des Jahresumsatzes britischer Handelsunternehmen gehen durch Betrug verloren

McKinsey & Company stellten fest, dass Open Banking die Sicherheit in mehrfacher Hinsicht verbessern kann – u. a. durch Know-Your-Customer-Funktionen, Identitätsüberprüfung und Betrugserkennung. 

Mithilfe von AISPs können Sie betrügerische Akteure identifizieren, bevor sie Ihrem Unternehmen Schaden zufügen. Sie können auch die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen der Bank nutzen, wie z. B. Multifaktor-Authentifizierung und biometrische Daten, was bedeutet, dass die Bankdaten einer Person niemals von dem Unternehmen erfasst werden. Dies trägt dazu bei, das Volumen erfolgreicher Betrugsversuche, Datenschutzverletzungen und die damit verbundenen Kosten für die Bearbeitung betrügerischer Zahlungen zu verringern. 

5. Die Nachfrage der Kunden steigt 

Die Nachfrage der Kunden nach besseren Finanz- und Zahlungsdienstleistungen steigt. Laut Deloitte ist die Akzeptanz digitaler Bankdienstleistungen - wie Banking-Apps - ein guter Indikator für die potenzielle Akzeptanz von Open Banking.

Eine von Deloitte in Auftrag gegebene YouGov-Verbraucherumfrage ergab, dass unter den technisch versierten Kunden eine latente Nachfrage nach neuen Bankdienstleistungen besteht, so dass sie am ehesten zu den frühen Anwendern von Open Banking gehören. Dies wird auch von PwC bestätigt: „Je wohler sich ein Kunde mit der Technologie fühlt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er Open Banking nutzt“.

Open Banking erfreut sich bei Privatkunden immer größerer Beliebtheit, auch wenn viele gar nicht wissen, dass die von ihnen genutzten Tools tatsächlich auf Open Banking basieren. Nach Angaben des OBIE nutzen 2,5 Millionen Menschen in Großbritannien (wo Open Banking am weitesten fortgeschritten ist) Dienste, die auf Open Banking basieren.  

Die Nutzung von Open Banking nimmt weiter zu

  • Das Volumen der Aufrufe von offenen Banking-APIs stieg von 66,8 Millionen im Jahr 2018 auf 5,8 Milliarden im Jahr 2020.

  • PwC sagt voraus, dass bis 2022 voraussichtlich 64 % der Erwachsenen Open Banking nutzen werden. 

  • Allied Market Research schätzt das weltweite Marktvolumen für Open Banking bis 2026 auf 43 Milliarden Dollar.

  • In Großbritannien gibt es 289 regulierte Anbieter, von denen 90 mindestens ein Live-Angebot für Kunden haben. Es ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft weitere Produkte verfügbar sein werden.

Diese Zahlen zeigen, wie weit verbreitet Open Banking sein wird und wie sehr die Nachfrage der Kunden nach diesen Diensten weiter steigen wird. Wenn sich die Verbreitung von Open Banking auf diesem Weg fortsetzt, ist damit zu rechnen, dass Open Banking von einer breiteren Öffentlichkeit angenommen wird. 

Obwohl Großbritannien eines der führenden Länder bei der Entwicklung und Einführung von Open-Banking-Funktionen ist, machen auch viele andere Länder erhebliche Fortschritte. Erfahren Sie mehr über den Stand des Open Banking in der Welt.

Nach Angaben von PwC ist es am wahrscheinlichsten, dass Open Banking die Zahlungsverkehrsbranche umkrempeln wird. Da immer mehr Unternehmen in Open-Banking investieren und so eine besser Customer Experience für Kunden schaffen, wird die Nachfrage der Verbraucher weiter steigen. Große Unternehmen können es sich nicht leisten, diese Chance zu verpassen.

Da die Verbreitung von Open-Banking-Technologien und die Erwartungen der Kunden an bessere Customer Experience zunehmen, ist es von Vorteil, im Zahlungsverkehr zu den frühen Anwendern von Open Banking zu gehören. 

Die Schaffung besserer Zahlungserfahrungen für Kunden und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz, um die Kosten für die Zahlungsverwaltung zu senken, verschafft Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Zu den aktuellen Anwendungsfällen von Open Banking bei TPP gehören die Überprüfung von Konten, reibungslosere Zahlungsabwicklungen und das Cashflow-Management.

* GoCardless Market Research, Februar 2021, 250 gewerbliche Unternehmen.

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